Bericht aus der Landespolitik: Wie kommt die Kultur durch Coronazeiten? Staatssekretärin Petra Olschowski zu Gast bei Susanne Bays „Schwätzen statt hetzen digital“

Susanne Bay (2.v.l.) und die Staatssekretärin Petra Olschowski (2.v.r.) im Gespräch mit Kulturschaffenden
Im Winter sind die Entbehrungen im Kultur- und Kunstbereich noch deutlicher als im Sommer, „Viele leiden darunter, dass es so still ist im Land“, so MdL Susanne Bay zur Situation der Kulturschaffenden. Um deren Fragen, um Frust und Ärger ging es bei „schwätzen statt hetzten digital spezial“, zu dem Bay die Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski eingeladen hatte.
Ausstellungsleiterin Matthia Löbke etwa überbrückt mit digitalen Angeboten die Zeit, bis wieder Publikumsverkehr möglich ist. Sie erfuhr, wie die meisten Diskutanten an dem Abend, dass sie nicht allein ist mit ihrem Problem. Der selbstständige Musiker Ralf Baumgärtner büßt seit März massiv Umsatz ein und weiß jetzt: Außer der Förderung durch das Programm „Kunst trotz Abstand“ kann er als Soloselbständiger Überbrückungshilfe beantragen - einen fiktiven Unternehmerlohn bis zu 1180 Euro. Viel Unsicherheit besteht, weil z.B. Amateurmusik, Chöre, Tanzschulen oder Galerien die verfügbaren Fördermöglichkeiten oft nicht aufs Erste ausmachen können. Orientierung bietet die Landes-Hotline 0711 90715413.
„Manches ist mit Geld nicht lösbar, aber womöglich über Netzwerke Gleichgesinnter“, fasste Bay zusammen. So regte Erwin Köhler an in einer Art Kommunal-Börse öffentliche Räume für Chor- und Musikproben zur Verfügung zu stellen.
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