Jubiläums-Schwabenstreich in Heilbronn

Mit ihrem Schwabenstreich zum 10-jährigen Jubiläum der Aktion erinnerten Teilnehmer*innen von „ Heilbronn gegen Stuttgart 21/Für eine Bahnwende in der Region und im Land" daran, dass die Mobilitätswende in Heilbronn und anderswo immer noch aussteht
Am 18. August um Punkt 19 Uhr haben sieben Personen aus dem weiterhin aktiven Kreis von „Heilbronn gegen Stuttgart 21/Für eine Bahnwende in der Region und im Land“ vor dem Hauptbahnhof Heilbronn wieder einen Schwabenstreich durchgeführt und damit an den Beginn der Aktion von vor zehn Jahren erinnert.. Viele der Forderungen sind heute noch aktuell.

Genau vor 10 Jahren, am 18. August 2010, wurde der erste Schwabenstreich in Heilbronn mit 70 Teilnehmenden durchgeführt.  Von diesem Zeitpunkt an bis März 2011 trafen sich die Heilbronner Gegnerinnen und Gegner des Projekts Stuttgart 21 wöchentlich vor dem Heilbronner Bahnhof, um genau um 19 Uhr eine Minute lang Lärm zu machen - und damit auf den großen "Schwabenstreich" hinzuweisen: das fragwürdige Bauprojekt in der Schwabenmetropole Stuttgart. Unter Pandemie-Bedingungen wurde beim Jubiläumsschwabenstreich dieses Jahr allerdings auf Blasinstrumente und Trillerpfeifen verzichtet. Lautstark und rhythmisch ging es aber dennoch zu. Die sieben Teilnehmenden standen dabei stellvertretend für die 70 beim ersten Schwabenstreich.

„Der öffentliche Verkehr in der Region Heilbronn hat noch dieselben Mängel wie vor 10 Jahren, während in Stuttgart Milliarden vergraben werden für einen Bahnhof, der dem geplanten Deutschlandtakt nicht gewachsen ist“, kritisierte BUND-Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer, „für die Reaktivierung der Zabergäubahn wird eine Wirtschaftlichkeitsberechnung nach deranderen durchgeführt, während bei Stuttgart 21 ein Kostendeckel nach dem anderen gebrochen wird“. Die voraussichtlichen Kosten für die Reaktivierung der Zabergäubahn entsprechen den Kosten für knapp vier Wochen S-21-Baustelle, so der BUND-Geschäftsführer.

Als weitere Schwachstellen zählte er die fehlende Zuverlässigkeit der Frankenbahn mit dem eingleisigen Nadelöhr bei Züttlingen, den nach wie vor fehlenden Anschluss von Heilbronn an den Fernverkehr als einziger Großstadt in Baden-Württemberg, den fehlenden Gleisanschluss von Künzelsau als einziger Kreisstadt im Land und das Diesel-Loch zwischen Öhringen und Schwäbisch Hall-Hessental auf. Alle diese Mängel hatten die S-21-Gegner schon vor 10 Jahren kritisiert, alle könnten für einen kleinen Bruchteil der Kosten von S21 behoben werden. Die Teilnehmenden am Jubiläums-Schwabenstreich sind sich einig: Zum Schutz des Klimas, der Gesundheit und der Umwelt und zur Verbesserung der Lebensqualität brauchen wir dringend eine Bahnwende in der Region und im Land.
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