Protest in Heilbronn gegen türkische Chemiewaffen-Einsätze in Südkurdistan

Grausam getötet mit chemischen Waffen! Das Gedenken an die Opfer der türkischen Invasion sollte ein Weckruf für alle friedensbewegten Menschen sein! (Kundgebung am Heilbronner Hafenmarkt am 31.10.)
Seit dem 23. April 2021 führt die türkische Armee eine grenzüberschreitende militärische Operation gegen Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Südkurdistan (Nordirak) durch.

Auf Initiative des Kurdischen Gesellschaftszentrums Heilbronn führten Internationalisten am 31. Oktober in Heilbronn eine Kundgebung gegen die barbarischen Chemiewaffen-Einsätze der türkischen Armee durch. Unter den Teilnehmern waren Verwandte von Amara Cudi, die mit vier weiteren kurdischen Kämpfern am 5. Oktober 2021 in Werxele durch Chemiewaffen grausam getötet wurde.

Forderung nach einem Waffenambargo gegen die Türkei erhoben
Die Rednerin des Kurdischen Gesellschaftszentrums berichtet: Nach Angaben der HPG (Volksverteidigungskräfte) hat die türkische Armee insgesamt 323 Angriffe mit chemischen Waffen durchgeführt, bislang sind 38 Kämpferinnen und Kämpfer durch Giftgas ums Leben gekommen...Sie forderte, die Türkei für ihre Kriegsverbrechen zu verurteilen und vor ein internationales Gericht zu stellen und ein Waffenembargo gegen die Türkei zu verhängen. Die internationale Presse wird aufgefordert, ihr Schweigen zu brechen und über den Einsatz von Chemiewaffen durch die Türkei zu berichten.

Alle deutschen Regierungen der letzten Jahrzehnte haben mit Erdogan zusammengearbeitet
Ein Mitglied der MLPD Heilbronn stellte in seinem Grußwort den Solidaritätspakt zwischen der ICOR (Internationale Koordination revolutionärer Parteien und Organisationen) und dem kurdischen Freiheitskampf in den Mittelpunkt. Er setzte sich dafür ein, dass alle friedensbewegten Menschen sich gegen den Terror des Erdogan-Regimes solidarisieren. Alle ABC-Waffen (atomare, biologische und chemische Massenvernichtungswaffen) müssen verboten und vernichtet werden. Kontinuierlich haben die Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte (ob CDU/CSU, SPD, Grüne oder FDP)  mit dem türkischen Regime zusammengearbeitet, Rüstungsexporte ermöglicht und dessen Angriffskriege mit Milliarden subventioniert. Die Arbeiterbewegung in Deutschland muss gemeinsam mit der Friedensbewegung, der kämpferischen Frauenbewegung, der Umweltbewegung und der Jugend die Solidarität organisieren.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.