Unterwegs mit dem Bürgerbus Bad Rappenau
Kaffeefahrt ohne Werbung. Teil 1

Unterwegs mit dem Bürgerbus. Auf bequeme Art einen schönen Ausflug erleben. Mit zwei Bussen ging die Fahrt auf den Spuren von Götz von Berlichingen. | Foto: Daniela Somers
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  • Unterwegs mit dem Bürgerbus. Auf bequeme Art einen schönen Ausflug erleben. Mit zwei Bussen ging die Fahrt auf den Spuren von Götz von Berlichingen.
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Schon seit 2017 gibt es den Bürgerbus. Was zuerst nur mit wenigen Fahrten angefangen hat, hat sich über die Jahre ausgeweitet. Mittlerweile fährt der Bus Mittwochs und Samstags. Sonntags kann man auch den Bus zum Messebesuch der Kirche nutzen. Und ab 16. März gibt es eine neue Verbindung. Vorerst noch im Probebetrieb wird die neue Neckartal-Linie immer Montags und Donnerstags über Ortsteile von Bad Rappenau, Siegelsbach, Hüffenhardt und Haßmersheim fahren. Ein wirklich tolles Angebot das der Bürgerbusverein hier auf die Füße gestellt hat. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es schon seit dem Jahr 2023 immer wieder auch Kaffeefahrten ohne Werbung. Diese kleinen Busausflüge am Sonntagnachmittag sind natürlich ideal für viele Menschen die gerne mal Sonntags einen Ausflug machen möchten, aber vielleicht nicht mehr so gut zu Fuß sind, oder kein Auto haben. Oder einfach einen entspannten Ausflug genießen möchten, ohne selbst zu fahren. Erst drei Wochen vorher wird das Ziel bekannt gegeben. Und dieses Mal war der Ausflug unter dem Motto: Auf den Spuren von Götz von Berlichingen. Und so ging es zuerst zum Schloss Jagsthausen. Danach zum Schloss Aschhausen und zum Abschluss ins Kloster Schöntal. In diesem 1. Teil möchte ich euch aber nur die Eindrücke von Jagsthausen zeigen. Denn hier begann auch das Leben von Götz von Berlichingen. Hier wurde er im Jahr 1480 als jüngstes von 10 Kindern geboren und verbrachte ein Teil seiner Kindheit. Weitere Jahre seiner Kindheit verbrachte er auf der Burg Sodenberg (Bayern). Die Stammburg seiner Mutter. Später besuchte er auch die Klosterschule in Niedernhall am Kocher. Es gab viele Stationen im Leben des Götz von Berlichingen. Kurz gefasst: Da er sich mit dem höfischen Protokoll schwer tat, wurde er mit 17 Jahren dem Ritter Veit von Lentersheim zur Lehre gegeben. Später, nach einem neuerlichen Aufenthalt bei Hofe, wurde er Knappe bei Veit von Lentersheim. Jahre später als freier Ritter kämpfte er bei einigen Fehden. Am 23. Juni 1504, beim Landshuter Erbfolgekrieg verlor er seine Hand. Nach seiner Schilderung traf eine Kugel seinen Schwertknauf, woraufhin dieser zersplitterte, die Splitter die Hand trafen und ungefähr auf Höhe des Handgelenks vom Arm trennten. Die Hand hing nur noch an der Haut am Arm fest. Ein Wundarzt trennte sie ab und versorgte die Wunde. Später auf dem Krankenlager erinnerte sich Götz an einen Reiter der eine eiserne Hand besessen hatte. Er ließ sich im Laufe der Jahre zwei dieser eisernen Hände anfertigen. Die Erste stammte aus dem Jahr 1510, die Zweite ca. 20 Jahre später. Schon im Jahr 1518 wurde sein Beiname „mit der eisernen Hand“ erstmals erwähnt. Am 11. Mai 1519 wurde er beim Ausfall aus dem belagerten Schloss Möckmühl verwundet und gefangen genommen. Eine Nacht verbrachte er in Haft im Bollwerksturm in Heilbronn. Nach Fürsprache durfte er die restlichen mehr als drei Jahre Haft  in „ritterlicher Haft“ im Gasthof zur Krone in Heilbronn verbüßen. Später im Jahr 1822 stritt er sich dann mit dem Kronenwirt um die Kosten und beschwerte sich auch beim Rat der Stadt Heilbronn über die Kosten. Im Jahr 1517 kaufte er Burg Hornberg und zog sich später auch dorthin zurück. Am am 23. Juli 1562 verstarb er und wurde im Kreuzgang des Klosters Schöntal beigesetzt. Noch im hohen Alter diktierte er seine  Autobiographie. Später verarbeitete Goethe den Stoff zu seinem berühmten Schauspiel "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand". Götz, der eigentlich Gottfried hieß, war zweimal verheiratet und hatte drei Töchter und sieben Söhne.
Leider war das Museum der Götzenburg geschlossen. Es öffnet erst ab April wieder. Und so wie ich weiß, nur am 1. und 3. Sonntag im Monat. Neben dem alten Schloss, also der Götzenburg, gibt es noch ein Rotes Schloss. Es wurde 1590 vom Enkel Götz von Berlichingen erbaut und wurde als Amts- und Familiensitz verwendet. Und das ist heute noch so. Zudem gibt es ein Restaurant im Roten Schloss.
Und im 2. Teil geht es zum Schloss Aschhausen. Und wie immer stehen auch die Erklärungen unterhalb der Bilder.

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Daniela Somers aus Untergruppenbach

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