Amalie Stotz - Hebamme von Zaberfeld

Von 1910 bis 1950 übte Amalie Stotz mit großer Hingabe ihren Beruf als Hebamme aus. (Foto: Ewald Stotz)
Wegen der Coronalage fand der November-Stammtisch des Zabergäuvereins wieder online statt.
Die zweite Vorsitzende Heidrun Lichner referierte über frühere Hebammen aus dem oberen Zabergäu und über Amalie Stotz, die zwischen 1910 und 1950 den Beruf mit viel Liebe ausübte.
Hebammen oder Frauen, die Gebärenden zur Seite standen – man findet sie früh in der Menschheitsgeschichte, auch in der Bibel finden sie bereits Erwähnung.
Im Mittelalter mussten Hebammen um ihr Leben fürchten. In Zeiten hoher Mortalität von Müttern und Neugeborenen sowie stark verbreitetem Aberglauben wurden sie wegen ihres Wissens um Medizin oft der Hexerei bezichtigt.
Für ihre Arbeit wurden sie entlohnt, mussten sich aber oft noch in der Landwirtschaft etwas dazuverdienen.
Ewald Stotz, Sohn der früheren Hebamme, stellte der Referentin Fotos von Taufen, zu denen seine Mutter eingeladen wurde, Zeugnisse von der Hebammenschule Stuttgart, Ehrungen sowie ein medizinisches Besteck zur Verfügung.
Amalie Stotz versorgte auch Kranke, verabreichte Spritzen, stach sogar Löcher für Ohrringe. Und wie damals wegen der Kosten üblich: Sie verlieh auch Taufkleider.
Sie musste jedoch auch Müttern Hiobsbotschaften überbringen: die Nachrichten vom Tod im Krieg gefallener Söhne.
Mehr auf: www.zabergaeuverein.de
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