Julistammtisch des Zabergäuvereins über den Lettner der Bönnigheimer Cyriakuskirche

Der Bönnigheimer Lettner mit Blumenschmuck einer Hochzeit. (Foto: Aufn. Kurt Sartorius.)

Der Lettner in der Cyriakuskirche in Bönnigheim

 
Beim Julistammtisch des Zabergäuvereins im Gasthaus Weinsteige in Güglingen bot der Heimatkundler Kurt Sartorius den Stammtischbesuchern per Power Point einen spannenden Einblick in die Geschichte der Bönnigheimer Cyriakuskirche und in den dort erhaltenen Hochaltar und den Lettner. Nur 3 Lettner haben in Württemberg in evangelischen Kirchen die Reformation überstanden, in der in aller Regel die Relikte aus katholischer Zeit herausgenommen wurden. „Bis hierher und nicht weiter“ könnte man den Lettner als Schranke zwischen dem Heiligen Chor, der den Geistlichen vorbehalten war, und den normalen „Sündern“ beschreiben. Diese Trennung widersprach der evangelischen Lehre. Doch in der Ganerbenstadt Bönnigheim wurden zwar die Stadtherren und damit auch ihre Untertanen evangelisch, aber die Stadt gehörte zum Erzbistum Mainz. Der Bischof ließ die Reformation und die Übernahme der Kirche nur unter der Bedingung zu, dass der Hochaltar und die romanische Chorschranke erhalten bleiben. So wurden in der Cyriakuskirche diese Kunstwerke gerettet. sz
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.