Evelyne Gebhardt in Güglingen

Güglingen: Gasthaus Weinsteige | Europaabgeordnete Evenlyne Gebhardt spricht in Güglingen

von Irmhild Günther

Aus Anlass der Europawahl im Mai und zur Gelegenheit der 100jährigen Frauenwahlrechts kam die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt auf Einladung des SPD-Ortsvereins Oberes Zabergäu nach Güglingen. Der Einladung der Vorsitzenden und Kreisrätin Gertrud Schreck folgten auch die Bürgermeister von Zaberfeld, Pfaffenhofen und Güglingen. Rathauschef Ulrich Heckmann hieß die sympathische Abgeordnete aus Brüssel willkommen und zur Begrüßung spielte ihr Wilfried Hofmann ein paar Lieder zur Gitarre.

Evelyne Gebhardt plädierte für mehr Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hundert Jahre Fortschritt des Frauenwahlrechtes heiße immer noch, durchzusetzen, was wir uns vorgenommen hätten. Denn das Dritte Reich war auch in dieser Sache ein Rückschritt, der sich in Deutschland auch noch nach dem Krieg auswirkte. Sie sei 1975 aus Frankreich hierher gekommen und habe sich gewundert, dass hier der Ehemann einen Arbeitsvertrag und ein eigenes Konto verbieten konnte. Immer noch war zu hören, dass Frauen zu den Kindern und in die Küche gehöre. Erst mit dem europäischen Gedanken kam die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Und jetzt gäbe es im EU-Parlament rechts von CDU und CSU zu 30 Prozent den eisernen Willen zum Zurück. Aber was wir uns erarbeitet hätten, die offene, soziale Gesellschaft, müsse weiter entwickelt und Ausgrenzungen aller Art weiter verhindert werden. Verstöße gegen die Pressefreiheit seien nicht zu dulden."Frauen, geht wählen und lasst Euch wählen ! Sagt nicht, dass Ihr es nicht könnt!"

Europäische Gemeinsamkeit sei die Forderung des Tages und unverständlich die Argumentation, das zerstöre die Charakteristik der Nationen. Auch in der deutschen Bundesrepublik sei es wichtig, dass die regionalen Eigenheiten erhalten bleiben. Trotzdem könne man politisch an einem Strang ziehen. So auch in einem Europa mit der Buntheit der unterschiedlichen Nationen. Um die gemeinsame Geschichte des Friedens und der Demokratie würden wir in der Welt beneidet. "Ich möchte, dass wir sozialer und gerechter werden und solidarisch mit den Staaten Europas! Und ich möchte ein Steuersystem, das den Wettbewerb fairer macht!" Es gehe dabei um die Gleichstellung, die Würde des Menschen. Die Jugend sei mit der Forderung nach Klimaschutz ernst zu nehmen.

Nach einer Imbisspause gab es Fragen unter anderem zu Verteidigung, Umwelt- und Landschaftsschutz, Problemen der aktuellen politischen Lage in Europa und Zusammensetzung des EU-Parlaments. Es gibt dort mit 36 Prozent mehr Frauen als im Bundestag und die SPD steht mit 40% gut da. Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung trug der Gitarrist ein selbstgeschriebenes, kämpferisches SPD-Lied vor.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.