Blinden- und Sehbehindertenverband Heilbronn
Komm, lieber Mai
- Die Abholtandems kommen zurück vom Hauptbahnhof
- Foto: M. Haug
- hochgeladen von Blinden- und Sehbehindertenverband Kreis Heilbronn
„Komm, lieber Mai“, auf der Fahrt durch Altböckingen hinüber zu den Wertwiesen trällerte der Mann auf dem Einzeldreirad diesen Overbeck-Mozart-Song glücklich lächelnd vor sich hin. Die Eindrücke waren stark. Das Licht, die Grüntöne der Bäume, Vorgärten mit Blumen und Blütenbäumen. Alles unscharf und verschwommen, aber er war wieder dabei, dabei im Feld der sechs Tandems, die beim Beratungshäusle des Blinden und Sehbehindertenverbands im Karl-Anspach-Weg gestartet waren. Ohne Teamunterstützung sind große Ausfahrten für ihn nicht mehr machbar.
Der Start hatte sich verzögert. Techniker Erich prüfte ruhig den Luftdruck der Reifen, steckte die Akkus in die Bikes, stellte Pedale und Sättel auf die Maße der Tandemteams ein. Aber da waren noch Neue, die eingewiesen werden mussten in die Technik der Räder und ins Fahren im Team und am Bahnhof warteten Mitfahrerinnen auf ihre Abholung.
Aber jetzt waren sechs Tandems, jedes besetzt mit einem sehenden Piloten und einem seheingeschränkten Stoker, sowie der Einzeltriker auf der Piste.
Im Vormai ging es auf dem Neckarweg nach Besigheim, dann auf dem Flößerweg der Enz entlang nach Bietigheim. Nach einer Rast radelten die Teams über Erligheim zurück nach Böckingen. Grenzwertige 65 Kilometer in den Beinen aber stolz auf das Geschaffte!
MH
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