Das Kunstwerk in Böckingen und seine Geschichte
Margarete Renner, die „Schwarze Hofmännin“
- Denkmal "Schwarze Hofmännin" in Böckingen dreiteilig von links
"Thron der Macht" - "Die Zeit" oder „Ketten der Unterdrückung“ - "Margarete Renner" - Foto: FrauenRäume
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Am Sonntag luden die FrauenRäume HN zu einer OpenAir-Geschichtsstunde am Denkmal der Schwarzen Hofmännin ein. Anne Meier stellte die 12 Artikel von Memmingen, das zentrale Manifest der Bauern im Bauernkrieg 1525, vor und ordnete sie in die damaligen Zeitumstände ein. Es folgte die spannende Geschichte des Bauernkriegs im Raum Heilbronn mit Jäcklein Rohrbach, der zur Strafe für seine Beteiligung an der sogenannten Weinsberger Bluttat bei Neckargartach bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Margarete Renner, die Schwarze Hofmännin, war auch angeklagt, kam aber nach Fürsprache ihres Leibherrn wieder frei und starb 1535 eines natürlichen Todes. Ihr wurde von dem Böckinger Künstler Dieter E. Klumpp während eines Arbeitsstipendiums in Heilbronn ein Denkmal geschaffen. Sabine Eberhardt stellte den Künstler und die Umstände der Entstehung der 1986 in Böckingen aufgestellten 7 Tonnen schweren Skulptur aus Jurakalk vor. Die dreiteilige Skulptur soll, laut Künstler, wie die Schrift von links nach rechts gelesen werden, ausgehend vom „Thron der Macht“ über „die Zeit“ zu Margarete Renner, die an ihrer linken Seite 2 Arme hat. Der hintere fixiert, aber nach den Ketten greifend, der vordere die Ketten bereits sprengend symbolisieren sie Aufbruch und den ungeheuren Freiheitswillen dieser mutigen Frau.
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