Emotionale Gedenk-Kundgebung 1 Jahr nach Hanau

Eine bewegende Kundgebung für die 9 Opfer rassistischer Gewalt von Hanau. Wir trauern mit den Freunden und Familien. Ein Appell, sich im Kampf gegen Faschismus, Rassismus und rechte Hetze eng zusammenzuschließen.
Heilbronn: Kiliansplatz |

Mehr als 80 Teilnehmer versammelten sich am 19.2. zu einer bewegenden Kundgebung gegen Faschismus, Rassismus und Antikommunismus auf dem Kiliansplatz in Heilbronn. Aus Anlass des 1.Jahrestags der faschistischen Morde in Hanau hatte ein Soli-Bündnis von Freunden aus dem kurdischen Gesellschaftszentrum, MLPD und REBELL die Kundgebung gemeinsam vorbereitet.

Die Aktion begann mit einer Schweigeminute für die 9 Opfer vom 19.2.2020. Gülistan Ates stellte in ihrem Vortrag die Opfer mit Bildern, Musik, ihrem Lebenslauf und Berichten ihrer Familien vor. Das Anliegen der Freunde und Hinterbliebenen prägte das Motto „Kein Vergeben – kein Vergessen!“ Ein junger Antifaschist, der auch die örtlichen Kundgebungen gegen die „Querdenker“ organisiert, trug ein eigenes Gedicht vor. 2 Mädchen vom Jugendverband REBELL erinnerten mit dem „Schwur von Buchenwald“ an den antifaschistischen Widerstand. Sie brachten damit zum Ausdruck, dass die junge Generation die Lehren aus der Geschichte zieht und den Kampf gegen den Faschismus entschlossen fortsetzt. Auch der Vortrag von Konstantin Weckers „Sag Nein“ machte Mut, im Alltag Zivilcourage zu zeigen gegen jede Erscheinung von faschistischer, rassistischer oder antikommunistischer Hetze. Peter Rügner stellte in seinem Beitrag für die MLPD den Gedanken in den Mittelpunkt, die Trauer über die Morde in Hanau in Kraft zu verwandeln und sich im Kampf gegen die Rechtsentwicklung eng zusammenzuschließen.
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