Erinnerungen an das Kriegsende im Unterland

Manfred Plieninger aus Nordheim teilt mit der SPD-AG 60+ seine Erinnerungen an das Kriegsende im Unterland (Foto: Richard Mall)
Krieg und Frieden ist und bleibt für die SPD ein Kardinalthema - erst recht für diejenigen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Bei der SPD-AG 60 plus kam jetzt ein Zeitzeuge zu Wort: Manfred Plieninger aus Nordheim.
„72 Jahre Frieden in Deutschland - das hat es noch nie gegeben!“ Über das Kriegsende im Unterland, das Manfred Plieninger als 12 Jähriger erlebte, berichtete er authentisch und äußerst spannend: Der erste Ziviltote infolge Luftangriff am 17.12.1940 und schließlich die Angriffe am 4. Dezember 1944 mit fast 7000 Toten. Der junge Plieninger fand kurz danach das verwüstete Bahnhofsviertel völlig menschenleer vor. Nach Nordheim kam noch ein Haufen von versprengten Soldaten, dann wurde Nordheim am 5. April 1945 nach schweren Kämpfen von französischen Einheiten besetzt. Mühsam gelang den vorrückenden Amerikanern ein Brückenschlag über den Neckar nach Heilbronn. Nach elftägigem Kampf übernahm am 13. April die US-Militärregierung die Herrschaft über Heilbronn. Persönliche Erinnerungen und Erlebnisse aus den „schlimmen“ Zeiten wurden geschildert. Schließlich folgte noch ein Streifzug durch die Nachkriegszeit. „Der Frieden ist und bleibt brüchig und verwundbar, aber er ist unser höchstes Gut“, so Plieninger. Diesem Votum konnten die SPD-Senioren nur zustimmen. h.s.
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