Gelebte Jugendbeteiligung

Übergabe der Forderungen des Jugendlandtags 2021 an die Landtagsabgeordneten.
Stuttgart: Haus der Abgeordneten | Bei der Debatte im Landtag zur Jugendbeteiligung herrschte unter den demokratischen Parteien Einigkeit - Jugendliche müssen mehr an Prozessen beteiligt werden. Die geplante Wahlrechtsreform mit unter anderem der Absenkung des aktiven Wahlalters bei Landtagswahlen erachten die Regierungsparteien als wichtigen Schritt. “Es gibt Herausforderungen, die alle Generationen betreffen und die wir auch gemeinsam lösen müssen. Viele Entscheidungen, die wir jetzt treffen, sind dabei nicht umkehrbar und haben erst in Jahren Konsequenzen. Dass auch die Interessen von jungen Menschen bei diesen Entscheidungen fair repräsentiert werden, sollte in einer modernen Demokratie selbstverständlich sein“, so der jugendpolitische Sprecher der Grünen Erwin Köhler.
Anschließend an die Debatte im Plenum übergaben die Jugendlichen des digital-analogen Jugendlandtags 2021 ihre Forderungen an den Landtag. Erarbeitet wurden die Forderungen von ca. 100 Jugendlichen aus ganz Baden-Württemberg, die sich virtuell zusammengesetzt haben und miteinander die Wichtigkeit von Themen diskutiert haben. Zuvor fanden in Baden-Württemberg 30 regionale Jugendkonferenzen statt, an denen rund 1.500 Jugendliche mitgewirkt haben.
“Die Forderungen zeigen, was den Jugendlichen wichtig ist und wo noch nachgebessert werden muss”, meint Köhler. “Ich sehe es als unser aller Pflicht an, diese Forderungen ernst zu nehmen und als Auftrag anzuerkennen! Mein herzlicher Dank gilt allen die beim Jugendlandtag mitgewirkt haben.”

Der Jugendlandtag 2021 fordert:
  • Jugendliche im Bildungssystem direkter politisch zu informieren und damit die Wahl ab 16 zu begleiten.
  • Eine bessere Vernetzung von Verkehrsverbünden im Land unter Zuhilfenahme von digitalen Lösungen und einer Einbindung verschiedener Verkehrsmittel.
  • Eine jährliche Aufklärung zu sozialen Themen und Toleranz an Schulen für alle Klassenstufen durch Vorträge, Projekte von Sozialarbeiter*innen und Lehrkräften.
  • Dem Kohleausstieg bis 2030 und den Ausbau erneuerbarer Energien.
  • Die Schaffung und Förderung von europabildenden Maßnahmen.
  • Die Bildungspläne zu entzerren und hin zu mehr Chancengleichheit zu gestalten, um so für alle Schüler*innen aller Schularten einen fairen Bildungsweg zu ermöglichen.
  • Den flächendeckenden Breitbandausbau.
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