Volkstrauertag 2018

Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages auf dem Ortsfriedhof Oberstenfeld
 
Bürgermeister Markus Kleemann appellierte auch weiterhin mit viel Engagement für den Frieden zu arbeiten.
- Ein Tag der Erinnerung und Trauer aber zugleich auch der Mahnung

Seit letztem Jahr gibt es für die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in der Gemeinde Oberstenfeld neue Regelungen. Es wurde beschlossen, dass zukünftig in jedem Teilort alle zwei Jahre eine Gedenkfeier stattfindet. Hierbei wechseln sich Oberstenfeld und Gronau ab. In dem Jahr, in dem die Gedenkfeier in Oberstenfeld stattfindet, gibt es auch eine Gedenkfeier in Prevorst. Damit ist sichergestellt, dass es in der Gemeinde Oberstenfeld weiterhin jedes Jahr mindestens eine Gedenkfeier geben wird, da uns diese seitens der Verwaltung sehr wichtig sind! Nachdem im Jahr 2017 mit einer zentralen Gedenkfeier in Gronau begonnen wurde, fanden dieses Jahr eine Gedenkfeier in Oberstenfeld und eine Gedenkfeier in Prevorst statt.


Mit den Worten von George Shaw „Wir lernen aus der Erfahrung, dass die Menschen nichts aus Erfahrung lernen“, erinnerte Bürgermeister Markus Kleemann in der Gedenkfeier auf dem Ortsfriedhof in Oberstenfeld an die schlimmen Auswirkungen der beiden Weltkriege, aber auch an die noch heute andauernden Krisen und Konflikte. Anhand der Aufzeichnungen von Heinrich Christian Bischoff, der von 1903 – 1930 Schultheiß in Oberstenfeld war, konnte er den Anwesenden sehr detailreich und bildhaft die Zustände in Oberstenfeld, Gronau und Prevorst während des Ersten Weltkrieges beschreiben.
Er mahnte, dass auch 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und 400 Jahren nach Beginn des 30-jährigen Krieges Frieden keine Selbstverständlichkeit sei. Sein Appell an die Anwesenden lautete auch weiterhin mit viel Engagement für den Frieden zu arbeiten. Es sei unsere Pflicht und Aufgabe, zukünftigen Generationen das Aufwachsen in einem friedvollen und geeinten Europa zu ermöglichen. An dieser Stelle führte er die bevorstehende Europawahl am 26. Mai 2019 an und führte dazu aus, dass es kein größeres und erfolgreicheres Friedensprojekt als die Europäische Gemeinschaft gebe. Demokratie sei der größte Garant für Frieden und Wohlstand. Er appellierte auch an jüngere Menschen und Generationen, die das Grauen zweier Weltkriege und die Grausamkeiten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaften nur aus den Geschichtsbüchern kennen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und sich aktiv für den Frieden einzusetzen.



Musikalisch begleitet wurde die Gedenkstunde in Oberstenfeld vom Posaunenchor Oberstenfeld und dem Gesangsverein Liederkranz. Der Posaunenchor umrahmte nachmittags auch die Gedenkstunde in Prevorst, die Ortsvorsteher Karlheinz Massa leitete.
Zu Ende gingen die beiden Gedenkveranstaltungen mit dem Lied „Ich hatt einen Kameraden“.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmals an all diejenigen, die bei der Organisation und Umrahmung der Gedenkfeiern mitgewirkt haben. Aber auch an die Christlichen Pfadfinder für die Organisation des sich anschließenden Ständerlings und dem Ortsverein Oberstenfeld des Deutschen Roten Kreuzes für die Bereitschaft einen Fahrdienst von Gronau zur Gedenkfeier nach Oberstenfeld einzurichten.
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