Wandern und Genießen - in Erlenbach und Neckarsulm
Von Erlenbach im mystischen Nebel zum Scheuerberg, einer kleinen Oase der Ruhe mit grandiosem Ausblick
- Frohgelaunt freuen sich die Wanderer über das erste Päuschen.
- Foto: sigischlottke
- hochgeladen von Sigrid Schlottke
Kein sonniger Tag heute für unsere Sonntagstour? Trüb und grau und neblig? Macht gar nix....... Mystik war angesagt.
Der Himmel war ziemlich grau und verhangen über Erlenbach, als sich 12 Wanderer, zusammen mit Lilly und Vicky, auf den Weg zum Scheuerberg machten.
Ulrich führte die Gruppe von seinem Heimatort Erlenbach zunächst durch den alten Ortskern, der momentan wegen einer Baustelle nicht so attraktiv ist. Trotzdem sind alte Fachwerkhäuser neben modern sanierten Gebäuden und im Hintergrund der Turm der Andreaskirche interessante Gegensätze.
Bald lag der Ort hinter den Wanderern und gab die Blicke auf nebelverhangene Weinberge und den bewaldeten Kayberg frei. Mystisch wirkte die Landschaft - und wunderschön. Von oben war es trocken und die neblig-feuchte Luft soll ja ein Zaubermittel für seidenweiche Haut im Gesicht sein :-))))).
Entlang von Wiesen, Weinbergen und durch den Wald war bald der erste Vesperplatz mit weiter Aussicht erreicht. Ein schönes Plätzchen für ein erstes Gruppenbild.
Weiter ging's auf einem Höhenweg. Die Aus- und Rückblicke waren herrlich. Nebel zog sich wie ein watteweicher Streifen durch den Wald und gab ihm ein besonderes Aussehen, das Tal und die Weinberge lagen uns zu Füßen. Und dann kam das letzte Stück........ Weinbergstäffele führten hinauf..., immer weiter hinauf zum Scheuerberg. Puuh, da wurde schwer geschnauft. Aber natürlich lohnt sich der Aufstieg allemal, denn selbst bei diesem diesigen und nebligen Wetter waren die Ausblicke fantastisch.
Nun war eine längere Pause sehr willkommen, schon um die weite Sicht zu genießen.
Scheuerberg
Auf dem Berg wurde im 13. Jahrhundert die Burg Scheuerberg errichtet. Die Burg war ein bedeutender Verwaltungssitz der Herren von Weinsberg, des Bistums Mainz und des Deutschen Ordens. Sie wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört. Ihre Ruine blieb zunächst stehen, wurde aber ab den 1660er Jahren für Bauprojekte des Deutschen Ordens abgetragen. Der Orden verkaufte die Ruinenfläche schließlich im 18. Jahrhundert an die Stadt Neckarsulm, die dort weiterhin Steine brechen ließ. Das Mauerwerk der Burg wurde außerdem zur Anlage der Weinbergmauern auf dem Scheuerberg verwendet. 1806 verkaufte die Stadt die Burgfläche an Privatleute, die dort Weingärten anlegten und die Einebnung der Fundamentreste weiter vorantrieben. Die zahlreichen romanischen Fragmente, die sich in den Weinbergmauern des Scheuerbergs erhalten hatten, verschwanden um 1970 mit der Rebflurbereinigung. Heute sind nur noch wenige Fundamentreste auf dem zum Aussichtspunkt umgestalteten Gipfelplateau des Scheuerbergs zu erkennen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Scheuerberg
Nach der Pause ging's nur noch bergab. Die Stäffele diesmal ganz bequem hinunter und auf Weinbergwegen und durch den Wald nach Binswangen. Das ließen wir unterhalb unseres Weges, mit schönem Blick auf den Kirchturm, rechts von uns liegen. Am Wegesrand waren immer wieder einzigartige Bäume oder anderes zu sehen.
Ein letztes Stück durch Erlenbach und dann trudelten wir schon in einem gemütlichen Gasthaus zur wohlverdienten Einkehr ein.
Tourenlänge ca. 12 km.
Herzlichen Dank an Ulrich für die tolle Februar-Tour, sehr besonders bei mystischem Nebel.
Die Bilder sind untertitelt.
Privatperson:Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.