GUT GETARNT ZWISCHEN KNOSPEN UND BLÄTTERN
Klein, grün und voller Überraschungen: Das Männchen der Punktierten Zartschrecke
- Foto: Heidrun Rosenberger
- hochgeladen von Heidrun Rosenberger
Die Punktierte Zartschrecke gehört zu den Langfühlerschrecken.
Hinter diesem unscheinbaren, fein gepunkteten Insekt verbirgt sich ein echter Überlebenskünstler. Obwohl es nur magere 10 bis 14 mm gross ist, hat das Männchen der Punktierten Zartschrecke einiges zu bieten:
Ihre Flügel sind zu winzigen Stummeln geschrumpft. Fliegen kann das Männchen damit nicht. Stattdessen nutzt es die Miniflügel als reines Musikinstrument. Wenn es auf Partnersuche geht, singt es im Ultraschallbereich (20 bis 40 kHz). Für unsere Ohren ist nichts zu hören - für die Insektenwelt ist es ein lautes Liebeslied. Das Männchen ruft in die Nacht hinein. Antwortet das Weibchen mit einem ultrakurzen "Knacklaut", sprintet das Männchen sofort los, um sie im dichten Gebüsch aufzuspüren. Am braunroten Streifen, der über den ganzen Rücke verläuft und den stark nach innen gebogenen Hinterleibsanhänge erkennt man die männliche Zartschrecke.
Diese Insekten leben meist gut getarnt im Dickicht von Gebüschen, Hecken, an Waldrändern sowie in Gärten und Parks. Es ist ein reiner Pflanzenfresser. Sie fressen Löcher in Blätter von Laubgehölzen, Brombeeren, Himbeeren oder Klee. Aber keine Sorge, sie frisst nicht die kompletten Büsche leer sondern hinterlässt lediglich kleine Löcher an einzelnen Blättern, ganze Zweige oder Büsche werden niemals kahlgefressen. Sie gilt im Gartenbau NICHT als wirtschaftlicher Schädling.
In unserem Garten fühlt sich die Punktierte Zartschrecke im Rosenstrauch und im Zebragras sehr wohl.
Privatperson:Heidrun Rosenberger aus Heilbronn |
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