Wieder auf der Schulbank …

Senioren drücken wieder die Schulbank
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Nach über 60 Jahren drückten die Senioren des Regionalverbands Öffentlicher Dienst wieder die harte Schulbank. Vor über 2 Jahren wurde der Ausflug geplant - und jetzt endlich umgesetzt: im Schulmuseum Obersulm-Weiler. Bei einer launig-informativen Führung fühlten sich die Senioren zurückversetzt in die alte Dorfschule: Klappsitze, Tintenfass, Lehrerpult, Tafel, Rohrstock. Viele Erinnerungen kamen zurück. Die Senioren erfuhren auch viel über die Anfänge der Pädagogik, von den Klosterschulen über die „Teutsche Schule“ seit Luther, über Adam Riese und Rechenmaschinen.
Im 19. Jahrhundert unterrichtete ein Lehrer über 70 Schüler im Klassenzimmer dieses Schulhauses. Bänke und Tische hatten nur die Buben - zum Lesen, Schreiben und Rechnen. Und die Mädchen saßen an der Wand, ohne Möglichkeit zum Schreiben. Wichtiger waren Sticken, Stricken und Nähen. Sie sollten für ihre spätere Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet werden. Doch alle lernten Heimatkunde, den Katechismus und was sie der Obrigkeit schuldig waren. Das Leben des „Armen Dorfschulmeisterlein“ wurde durch Räume der Lehrerfamilie im Schulhaus gezeigt. Lehrer mussten oft noch einen Handwerksberuf ausüben, um ihre Familie zu ernähren. Lehrerinnen wurden bis vor hundert Jahren entlassen, wenn sie heirateten. All das war in Weiler anschaulich zu erleben. (HS)

Autor:

Seniorenverband öffentlicher Dienst Verband Öhringen aus Öhringen

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