Namibia ist geschockt!

(Foto: erlaubt)
Notizen aus Namibia vom 19.06.2021
In den letzten Tagen bekam ich viele besorgte und verängstigte Whats-Apps von Freunden und Bekannten aus Namibia. Seit Anfang des Monats Juni steigen die Zahlen der Neuinfizierten und der Gestorbenen deutlich an. Lag die Inzidenz am 1. Juni noch bei 95, so ist sie nun, 14 Tage später, bei 350 angekommen. Es fehlen Sauerstoff und Intensivbetten in den Krankenhäusern. Im Gegensatz zu uns in Deutschland kann sich Namibia wirtschaftlich keinen erneuten Lockdown leisten. Schon jetzt breitet sich der Hunger bei den Gelegenheitsarbeitern und die finanzielle Not der Menschen aus, die entlassen oder deren Gehalt gekürzt wurde, aus. Es gibt kein Kurzarbeitergeld, keinen Überbrückungshilfen, keine Sonderzahlungen. Wer in finanziellen Nöten ist, kann sich auch keine vitaminreiche und gesunde Ernährung leisten und wird bei Viruserkrankungen eher und schlimmer getroffen.
Ca. 4% sind in Namibia einmal geimpft, mit AstraZeneca aus Südafrika oder mit Sinopharm aus China. Ja, China ist mal wieder deutlich schneller und spendabler als die westliche Welt! Aber zugegebener Maßen ist die Impfbereitschaft in Namibia nicht so hoch wie in Deutschland. Die Verschwörungstheoretiker bekommen aus unterschiedlichen Gründen in Namibia offene Ohren für ihre Botschaften.
Nun sind doch drei Städte, Windhoek, Okahandja, Rehoboth vorerst abgeriegelt, die Schüler der Klassen 0 bis 9 im gesamten Land für einen Monat in die vorgezogenen Winterferien geschickt, der Alkoholkonsum deutlich gedrosselt, Versammlungen sind auf 10 Personen begrenzt und es gibt bis Ende des Monats keine Präsenz-Gottesdienste.
Der Namibia-Unterstützungsverein versucht schnell und unkompliziert zu helfen. Gerade haben wir wieder Desinfektionsmittel, Seifen und Waschmittel an die Menschen in Okombahe verteilen lassen. Frauen haben wieder waschbare Masken genäht und Menschen in Okombahe, die den Friedhof von Schlangen befreien, mit weiteren Essenspaketen ausgestattet werden.
Vielen Dank für Ihre Sonderspenden, durch die wir in den letzten 15 Monaten großzügig helfen konnten. Falls Sie bei den Projekten des Vereins mithelfen wollen, dann können Sie gerne auf unser Vereinskonto überweisen:
Sparkasse Hohenlohekreis, IBAN: DE57 6225 1550 0220 0211 06
Schreiben Sie uns unter kontakt@namibia-verein.de und wir nehmen Sie gerne in die Liste für Interessierte mit auf. Dann bekommen Sie in unregelmäßigen Abständen neue Informationen von den Projekten.
Mehr Informationen finden Sie unter der Vereinshomepage www.namibia-verein.de
Joachim Knoche, 1. Vorsitzender, Tel 07949 940269
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