Notizen aus Namibia 20-04-06

Begrüßung in Zeiten von Corona in Namibia
Bitte vergessen Sie die Hilfe für Namibia nicht!
Magret und Joachim Knoche sind nun nach 4 Wochen in Namibia durch das Rückholprogramm der Bundesregierung wieder zurück in Pfedelbach. Etwas später als in Deutschland, aber am Ende der Zeit waren die Maßnahmen, die die namibische Regierung wegen der Corona-Krise ergriffen hat, dieselben wie die hier in Deutschland: das Land hat sich abgeschlossen von der Außenwelt, es gibt keine Flüge mehr und in zwei Regionen um die Hauptstadt Windhoek herum wurden Reise- und Kontaktbeschränkungen verordnet. Die Zahl der infizierten Corona-Personen ist in Namibia noch sehr gering, hauptsächlich sind es Personen, die in den letzten Wochen Kontakt mit anderen Ländern gehabt haben. Aber diese geringen Zahlen sind mit großer Vorsicht zu hören, es werden nur wenige Personen getestet und ich habe keine Informationen, wie es in den Krankenhäusern oder den Gesundheitsstationen aussieht.
In den ersten zwei Wochen unseres Aufenthaltes hatten wir die Möglichkeit unsere unterschiedlichen Projekte zu besuchen und mit den Verantwortlichen vor Ort zu besprechen. Auch in Namibia wurden die Schulen Mitte März geschlossen und die Schüler und Schülerinnen in die vorgezogenen Ferien geschickt. Die Ferien, die für Ende April, Anfang Mai geplant waren, wurden vorgezogen und dafür soll – Stand heute, 6.4.20 – ab dem 20. April wieder normaler Unterricht stattfinden - auch in der ursprünglichen Ferienzeit.
Ja, die Angst vor dem Corona-Virus hat nun auch Namibia fest im Griff. Ausschweifende herzliche Begrüßungen und Umarmungen finden nicht mehr statt, Freunde begrüßen sich kurz mit dem gebeugten Ellenbogen und lachen sich dabei an: „So we do it in times of Corona!“

Bis in die Woche nach Ostern hat sich Namibia auch abgeschottet mit gravierenden Folgen, besonders für die ärmere Bevölkerung: Alle Suppenküchen für Kinder und ältere Personen und die Schulspeisungen für die Grundschüler bis Klasse 7 sind ausgesetzt und finden nicht statt. Der Tourismus, ein sehr wichtiges Standbein der namibischen Wirtschaft, ist auf null heruntergefahren und alle Planungen für die nächsten Monate sind storniert oder gestrichen. Sehr viele einfache Beschäftigte im Servicebereich haben keine Arbeit mehr und sind nach Hause geschickt.
Was mich zurzeit besonders erfreut sind zwei aktuelle Anfragen von Spendern, die gerade in Zeiten von Corona, besorgt sind über die Lage der Menschen in Namibia und in unseren Projekten gerne helfen möchten.
Bitte, bitte, vergessen Sie über Ihre verständlichen Sorgen in Deutschland die Menschen in den ärmeren Ländern nicht! Hier wird es keine großen staatlichen Hilfspakete geben, um die größte Not abzufedern! In Gesprächen haben Arbeitgeber mir gegenüber immer wieder betont, dass sie in diesen Zeiten ihre Angestellten weiterbezahlen und nicht entlassen. Das ist gut und hoffnungsvoll! Aber es wird auch viele andere Schicksale geben, die nun vermehrt auf Suppenküchen, aber auch auf Eigeninitiativen angewiesen sind.
Doch darüber erzähle ich Ihnen bei den nächsten Notizen aus Namibia mehr.

Falls Sie mithelfen wollen können Sie gerne auf unser Vereinskonto überweisen: Sparkasse Hohenlohekreis, IBAN: DE57 6225 1550 0220 0211 06
Schreiben Sie uns unter kontakt@namibia-verein.de und wir nehmen Sie gerne in die Liste für Interessierte mit auf. Dann bekommen Sie in unregelmäßigen Abständen neue Informationen von den Projekten.
Mehr Informationen finden Sie unter der Vereinshomepage www.namibia-verein.de
Joachim Knoche, 1. Vorsitzender Tel 07949 940269
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