Rosen Rotwein & Romantik Führung am Burgkranz
Rosen Rotwein & Romantik
- Start unter der Johanneskirche
- Foto: Ursula Hamann
- hochgeladen von Ursula Hamann
Diese Führung rund um den Burgkranz gehört schon zu Weinsberg wie die Burg Weibertreu und das Kernerhaus. Weinexperte Rolf Fox begrüßte die Gäste und freute sich über das Interesse an dieser Veranstaltung. Gleich zu Beginn spannte er den Bogen vom Wein zu den Rosen mit der Weinsorte Traminer, die einen Rosenduft im Bouquet hat. Am Ende der Führung, so Rolf Fox, würde er dies bei einer Verkostung noch unter Beweis stellen.
Die Rose, Königin der Blumen, gibt es schon undenkbar lange. Ihr Weg von der Wildrose bis zu unzähligen Züchtungen ist sehr weit und ebenso interessant. Wer könnte dies besser erzählen als die Seniorchefin der Weinsberger Rosenkulturen Hannelore Kutofsky. Im 17. Jahrhundert kam die Rose infolge eines Klimawandels nach Europa. Die Züchtung einer Rose braucht viele Jahre der Entwicklung, Geduld und Erfahrung. Als Grundlage dient immer eine Wildrose.
Die Blumenkönigin ist sehr vielseitig nutzbar. Verwendbar sind die Blüten, Blätter und Wurzeln. Allen voran erwähnte sie hier die Apothekerrose auch Damaszener Rose genannt. Wegen ihres wunderbaren Duftes gewinnt man aus ihr das wertvolle Rosenöl. Auch Aphrodite wusste darum und soll im Bade mit Rosenblättern ihrer Schönheit gehuldigt haben. Rosen sind Sinnbild für Liebe, Trost, Schmerz, Dankbarkeit und vieles mehr. Somit ist der Bogen gespannt für das Thema Romantik.
Dr. Bernd Liebig, bekannt als der gute Geist des Kernerhauses, nahm gleich zu Beginn den Gästen die Illusionen und erzählte, dass an dieser Epoche nichts romantisch war, jedenfalls nicht in dem Verständnis von heute. In diesem Zeitalter war Melancholie, Trauer, verlorene Liebe, Tod, Sehnsucht und vieles mehr romantisch. Bei seinem Beispiel, dass das Schmachten nach der Geliebten, die hinter Klostermauern verschwunden war romantisch gewesen sei, hatte einer der Gäste den Trost parat „zum Glück gab es ja den Wein!" Gedichte des Dichters und Arztes Justinus Kerner, die immer etwas zur Schwermut neigen, oder von Ludwig Uhland und anderen zeitgenössischen Dichtern, zeugen auch von der damaligen Auffassung von Romantik. Bleibt die Frage, was ist in unserer gegenwärtigen Zeit denn nun romantisch? Abende wie diese? Ich denke schon!
Während des Weges rund um die Weibertreu erzählten die drei Experten von ihrem jeweiligen Fachgebiet. Ob es nun der „Weinbau im Wandel der Zeit“, die Rosen und ihre Pflege, oder eingestreute „Romantische Gedichte“ waren.
Beim Rastplatz am Ende des Burgkranzweges erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eingangs schon angekündigte Wein-Verkostung, fachkundig und interessant geführt von Rolf Fox. Dazu servierte Hannelore Kutofsky Rosengebäck und einen Rosenlikör.
Nun kam endlich auch noch die Romantik zu ihrem Recht, als der Enkel von Rolf Fox mit seinem Saxophon die musikalische Umrahmung mit „you raise me up“ einleitete. Es folgten noch weitere schöne Melodien und über allem wachte die Burg Weibertreu im Abendsonnenschein.
Viele magische Momente nahmen die Gäste mit nach Hause.
Privatperson:Ursula Hamann aus Weinsberg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.