Bitte Rehe und Wildschweine nicht beunruhigen!

Rehe sind alle vier Stunden auf den Beinen und suchen Futter. Junge Triebe unter dem Laub und die Blätter von Brombeeren werden bevorzugt. Sie brauchen jetzt besonders viel Ruhe. Störungen sollten undbedingt vermieden werden.
Die Rhein-Neckarzeitung berichtete vor wenigen Tagen von einer Frau, die in der Heidelberger Weststadt von einem Wildschwein umgerannt wurde. In Rohrbach wurde eine Frau ebenfalls von einem Wildschwein umgerannt und anschließend gebissen. Was war geschehen? Wir hatten in den letzten Tagen besonders schönes Wetter. Viele Menschen waren in die Natur und haben die Sonne genossen. Vermutlich haben einige Waldspaziergänger nicht auf den Hauptwegen geblieben und haben auch schmale Waldwege benutzt. Vielleicht hatten dort einige ihre Hunde anageleint. Es gibt im Wald zwar keine Leinenpflicht doch ist Hundehaltern dringend zu empfehlen, deren Hund nicht in der Nähe vom Herrchen oder Frauchen bleibt, gerne jagt und auf Zuruf nicht zurück kommt, diesen unbedingt anzuleinen.

Unser Wild braucht jetzt ganz besonders die Ruhe. Spaziergänger auf Hauptwegen ist das Wild gewöhnt. Wer von den Hauptwegen auf kleine Nebenwege wechselt, kann damit das Wild erheblich beunruhigen. Wildschweine können jetzt schon Frischlinge führen. Da kann eine Bache dann schon mal unvermittelt angreifen, wenn sie ihre Jungen von Hunden oder Menschen bedroht sieht. Wildschweine legen dann schon mal beachtliche Strecken quer waldein zurück, wenn sie gestört werden. Rehböcke sind jetzt im Bast. Das sich gerade bildende Gehörn ist stark durchblutet. Das Tier sollte damit auf der Flucht damit möglichst nicht an Zweigen und Ästen anschlagen. Der Stoffwechsel des Rehwilds ist zur Winterzeit relativ gering. Fluchten strengen die Tiere derzeit besonders stark an. Störungen sollte man deshalb unbedingt vermeiden. Spätestens bei Einbruch der Dunkelheit sollte man den Wald auf jeden Fall verlassen. Genießen Sie den Winterwald aber helfen Sie mit unser heimisches Wild zu schützen und bleiben Sie deshalb auf den Hauptwegen.

Autor: Hans Peter Schmitt
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