Eine schöne, aber auch anstrengende Traubenlese geht bald zu Ende

27.09. Schwarzriesling in Forchtenberg-Wülflingen
 
27.09. Ab und zu darf man auch von den Trauben mal kosten.
Endlich habe ich mal Zeit und Muße euch von der Lese in unseren Weinbergen im Kochertal zu erzählen.
Es wird immer schwieriger begeisterte und engagierte Erntehelfer zu finden und für uns selbst mit annähernd 76 und 80 Jahren macht das Arbeiten in der Natur und im Wengert wohl Freude, ist aber auch mehr als anstrengend und wird wohl in diesem Jahr für uns Senioren das letzte Mal gewesen sein, wenn bei dem Gedanken uns auch ein bisschen Wehmut überkommt. Aber auch hier heißt es "Alles hat seine Zeit"

Die erste Lese war am Mittwoch, 22.09., wo wir ganz schnell im Weinberg in Forchtenberg-Neuwülflingen eine Vorlese beim Schwarzriesling machen mussten, weil die aus Asien eingeschleppte Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)  auch in unserem Wengert Schaden angerichtet hatte. Die befallenen Trauben müssen separiert und die von der Essigfliege angestochenen Beeren entfernt werden, da sonst das ganze Lesegut nach Essig riecht. Leider gibt es für diesen neuen Schädling noch kein geeignetes Gegenmittel als die entsprechenden Wengertarbeiten gut auszuführen. Doch wir hatten Glück im Unglück: Bei uns hatte die Essigfliege nicht ganz so schlimme Schäden verursacht wie bei unserem Wengerternachbarn, der an diesem Tag seinen gesamten Schwarzrieslingbestand gelesen hat. Wir haben 188 kg mit 79 Oechsle separiert.

Am  Montag,27.09., begann für uns die eigentliche Hauptlese, wo wir dann den restlichen Schwarzriesling in Forchtenberg-Neuwülflingen geerntet haben. Leider mussten wir dann aber aufhören, da die große Wanne bereits voll war. Die Trauben mussten wir nämlich in der Hauptstelle der WG in Bretzfeld-Adolzfurt abliefern, was von Forchtenberg aus ja nicht gerade eine kurze Wegstrecke ist.
Die Lese ergab 954 kg mit 81 Oechsle.

Weiter ging die Lese am Donnerstag 30.09., mit der Weinsorte Dornfelder am Burgstall in Niedernhall. Diese Trauben waren wunderschön , ja man kann sagen, wie gemalt, und Rolands Winzerherz lachte. Die Lese ging flott voran und machte auch allen Spaß. Es hingen so viele pralle Trauben im Weinberg, dass wir zweimal in der Annahmestelle Ingelfingen abliefern mussten.  Die gesamte Ausbeute war 1.735 kg mit 74 Oechsle.
Obwohl es an diesem Tag spät geworden war, ging es mit der Lese am anderen Tag, 

Freitag, 01.10., mit dem Portugieser
ebenfalls im Burgstall Niedernhall, weiter.
Auch beim Portugieser hatte die Essigfliege einige wenige Beeren angestochen. Trotzdem musste sorgsam gelesen und ausgeputzt werden.
Die Lese ergab trotz des Verlustes durch Separieren und totalem Verwerfen von Trauben  ein Gesamtgewicht von 717 kg mit 74 Oechsle.

Auch am Samstag, 02.10., fand eine Lese statt. Es war der letzte Termin für die rote Rebsorte Schwarzriesling und den restlichen Portugieser im Burgstall bei Niedernhall.
Portugieser: 358 kg mit 71 Oechsle
Schwarzriesling: 797 kg mit 80 Oechsle
Das war der längste Tag für die Mannschaft in der Kelter in Ingelfingen und für meine beiden "Männer". Erst kurz nach 22 Uhr wurde unsere Wanne mit den Protugieser-Trauben angenommen und gewogen, Um ca. 22:15 kamen meine zwei todmüde nach Hause.. 

Am Montag waren wir sehr froh, dass wir einen Tag Pause hatten, denn an diesem Tag kam die Schlechtwetterfront. Doch am Dienstag, 05.10. sollte eigentlich die Lese für Müller-Thurgau in Forchtenberg-Neuwülflingen weitergehen. Da es aber am Dienstagmorgen weiter geregnet hat, wurde die Lese von der WG Fürstenfass in Adolzfurt abgesagt, obwohl am Nachmittag wieder die Sonne herauskam. Das war für uns mehr als schlecht, weil dann am

Donnerstag, 07.10., zwei Sorten in zwei verschiedenen Weinbergen gelesen werden mussten. Zuerst in Forchtenberg-Neuwülflingen der Müller-Thurgau und dann bei Niedernhall im Burgstall der Spätburgunder. Obwohl wir von morgens ca. 9:30 Uhr bis abends 18 Uhr im Weinberg waren, wurden wir mit dem Spätburgunder nicht fertig, weil wir auch noch für einen älteren Helfer ...leider ... den Rettungswagen mit dem Notarzt alarmieren mussten.
Die Ausbeute an diesem Lesetag waren für den Müller-Thurgau 1.156 kg mit 81 Oechsle und für den Spätburgunder 522 kg mit 82 Oechsle. 
Da aber noch einige Spätburgunder-Trauben hängen geblieben waren, durften wir am Schillertag am darauffolgenden
Freitag, 08.10., den restlichen Spätburgunder noch abliefern. Zu Dritt, nur unsere Familie, haben wir ab 13:30 bis 18:30 Uhr 304 kg Spätburgunder mit 81 Oechsle gelesen.

Wir waren sehr froh, am Samstag, Sonntag und heute am Montag uns mal etwas erholen zu können, bevor morgen am Dienstag, 12.10. für uns die Lesezeit mit der weißen Rebsorte Kerner beendet ist..            
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Wolfgang Kynast aus Heilbronn | 12.10.2021 | 00:02  
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