Mehr Teilnehmende als im Vorjahr
Stunde der Wintervögel mit guter Teilnehmerzahl
- Foto: Fotos: NABU Grafik: NABU | Marco Lutz
- hochgeladen von NABU Bezirk Heilbronn-Hohenlohe
Bei der alljährlichen Stunde der Wintervögel haben rund 740 Naturfreunde in den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe Vögel gezählt. Trotz eines Rückgangs im Heilbronner Stadtgebiet ist wie in den letzten Jahren der Haussperling die meistgezählte Vogelart in der Region, gefolgt von Kohl- und Blaumeise.
„Trotz des nasskalten Wetters haben viele NABUs und weitere Vogelfreunde an der Zählung teilgenommen. Das Interesse an der heimischen Vogelwelt ist erfreulich groß.“, so Adolf Monninger, Vorsitzender des NABU Kreisverband Heilbronn.
Der Haussperling und auch andere häufige Vogelarten wie Blaumeise oder Rotkehlchen haben besonders im Stadtgebiet Heilbronn Rückgänge zu verzeichnen. „Der Mangel an naturnahen Flächen und Futtergelegenheiten macht vielen Singvögeln zu schaffen. Sie suchen offenbar verstärkt den Weg aufs Land.“, meint Britta Böhringer-Retter, Vorsitzende des NABU Heilbronn und Umgebung und appelliert: „Wer kann, sollte im Garten Nistmöglichkeiten für Vögel und wilde Ecken schaffen, um den Vögeln außerdem ein ganzjähriges Futterangebot zu sichern. Im Winter kann außerdem mit Futtersilos und Meisenknödeln unterstützt werden.“
Eine Überraschung bei der Zählung war ein seltener Gast in der Region. Zwar von wenigen Beobachtern gesehen wurden dennoch ungefähr 140 Kraniche gemeldet. „Das kalte Wetter zu Jahresbeginn hat Kraniche die in Deutschland überwintern wollten dazu veranlasst, doch noch weiter gen Südwesten zu ziehen. Die Pfeilformation und die trompetenartigen Rufe sind bei uns selten, aber immer ein tolles Erlebnis.“, so NABU Bezirksgeschäftsführer Marco Lutz
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