Wenn Mensch und Osterhase sich begegnen

(Foto: pixabay)

Kreisjägervereinigung Hohenlohe wirbt um Rücksicht auf Wildtiere

Wenn die Frühlingssonne mit ihren warmen Strahlen lockt, zieht es die Menschen in die Natur, ganz besonders in Zeiten der Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen im Alltag. Die Chancen dabei einen (Oster-)Hasen zu Gesicht zu bekommen, stehen dieses Jahr so gut wie nie. Seit Beginn der Zählungen durch die Wildforschungsstelle Baden-Württemberg vor 23 Jahren wurden mit bis zu 15 Tieren je Quadratkilometer im Frühjahr noch nie so viele Mümmelmänner gezählt.
Die aktuellen Ergebnisse aus 160 Zählrevieren wurden Anfang April veröffentlicht. Vor allem am mittleren Oberrhein sind mit bis zu 30 Tieren und im Bereich Donau-Iller-Lech mit bis zu 20 Tieren die Populationen laut der von Jägerinnen und Jägern durchgeführten Zählungen im Vergleich zum Landesschnitt überdurchschnittlich hoch.
Der gute Vorsatz die Abstandsregeln zu wahren, veranlasst Spaziergänger jedoch vermehrt abgelegene Bereiche in Wald und Flur, oft auch abseits von Wegen, aufzusuchen. Dabei werden allerdings zahlreiche Wildtiere in ihrer Ruhe gestört. Gerade während der aktuell beginnenden Setz-und Aufzuchtzeit, neben dem Hasen auch bei Wildschwein und Rehwild, kann dies für die Tiere zum Problem werden.
„Wir verstehen, dass es die Menschen in die Natur zieht und sie den Vorsatz des „sozialen Abstandes“ wahren wollen“, so Dr. Ehard Jauch, Geschäftsführer des Landesjagdverbands Baden-Württemberg. Er bittet die Naturbesucher aber eindringlich, Hunde an der Leine zu führen, auf den Wegen zu bleiben und auf das Wild in Feld und Wald Rücksicht zu nehmen. Nur so können sich die Tiere ungestört um die Aufzucht ihres Nachwuchses kümmern. Wer sich ruhig verhält und Zeit sowie vielleicht noch ein Fernglas mitbringt, kann sich mit ein bisschen Glück am wunderbaren Anblick von Wildtieren erfreuen. 
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