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Nachdem ich mir in Teil 3 die Fachwerkhäuser angeschaut hatte, gings nun zum Rathaus der Stadt. Im Zuge der Stadtführung war die Rathausbesichtigung mit Turmbesteigung natürlich inbegriffen. Das Mosbacher Rathaus ist auf den Mauern der früheren Cäcilienkirche erbaut. Im Zuge der Reformation wurden ab 1545 keine Gottesdienste mehr in der Kirche gefeiert. 1556 wurde die Kirche geschlossen und zum Abriss der Stadt überlassen. Ab 1558 wurde sie zum Rathaus umgebaut. Zur gleichen Zeit wurde der Friedhof, der zuvor an der Kirche war, nach außerhalb der Stadtmauern verlegt. Heute ist auf dem ehemaligen Gelände des Friedhofs der Marktplatz. Vom ursprünglichen Kirchengebäude blieb im Erdgeschoss das auf Sandsteinsäulen ruhende, rippenlose Kreuzgewölbe erhalten. Der Turm wurde bis auf das untere Drittel abgetragen und höher als zuvor neu aufgebaut. 1566 bekam der Turm wieder eine Glockenstube. Auch eine Glocke der ehemaligen Cäcilienkirche hängt dort. Damals diente das Erdgeschoss als Markthalle. Im Obergeschoss gab es den Ratsherrensaal und im zweiten Obergeschoss ein Tanzboden. Sogar eine Lateinschule war zeitweise dort untergebracht. Das Dachgeschoss diente als Getreidespeicher. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude nochmals umgebaut und erhielt seine heutige Gestalt. Bis 1909 lebte sogar ein Türmer mit seiner Familie auf dem engen Turm. Im Turmuntergeschoss befand sich die Ausnüchterungszelle. 1976/77 gab es eine weitere Renovierung. Die Aufteilung der inneren Räume wurde dabei an die Bedürfnisse des Rathauses angepasst.
Interessant finde ich es immer eine Stadt von oben zu sehen. Man bekommt gleich einen ganz anderen Blick auf die Dinge und sieht oft die Gebäude auch besser als von unten. Wie immer stehen die Erklärungen unterhalb der Bilder. Und in Teil 5 gehts erstmal auf den Kräutermarkt. Denn so langsam hat sich dann mein Magen gemeldet.
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Ich besuchte mit Freunden das Weinbaumuseum Erlenbach-Binswangen. Das Museum besteht schon seit den achtziger Jahren in der Deutschordenskelter aus dem Jahr 1574, die ursprünglich als Zehntscheuer errichtet wurde. Nach dem Zusammenschluss der Weingärtnergenossenschaften Heilbronn, Erlenbach und Weinsberg wurde das Gebäude nicht mehr zum Keltern der Trauben benötigt und so entstand die Idee ein Museum einzurichten. Durch die Jahre etwas in Vergessenheit geraten, wurde die Ausstellung nun durch...
Im Juni laden die ehrenamtlichen Stadtführerinnen und Stadtführer der Lokalen Agenda 21 Leingarten zu zwei außergewöhnlichen Rundgängen ein, die Geschichte lebendig machen und Türen öffnen, die sonst oft verschlossen bleiben. Diese Führungen finden nur einmal im Jahr statt. Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, beginnt um 18 Uhr die Führung „Von Kirch zu Kirch – Schluchterns Geschichte zwischen den Kirchen“, die an der katholischen Pankratiuskirche in der Bergstraße startet. Der Weg führt von der...
In diesem letzten Teil von meinem Schlossgartenbesuch möchte ich euch das für mich faszinierendste Bauwerk vorstellen. Die Gartenmoschee mit dem türkischen Garten. Bei diesem Bauwerk zeigt sich, dass der Kurfürst ein weltoffener und toleranter Herrscher war. Aber er folgte auch dem Modetrend der damaligen Zeit, die zunehmend Interesse an der arabischen Welt zeigte. Auch dieses Ensemble wurde von Nicolas de Pigage geplant und zwischen 1776 bis 1795 erbaut. Geplant war diese Moschee nie als...
Noch immer tief beeindruckt vom Badehaus ging mein Weg nun zum Naturtheater mit Apollotempel. Auch dieses Ensemple schuf Nicolas de Pigage zwischen den Jahren 1761 bis 1775. Auf einem künstlich geschaffenen Felsen erhebt sich ein Rundtempel über dem Theater. Der Tempel ist Apollo, dem Gott des Lichts und der schönen Künste, geweiht. Aus Marmor steht er lyraspielend in der Mitte des Tempels. Entweder über unregelmäßige Stufen oder aber durch grottenähnliche Gänge im Felsenunterbau kann man zum...
Nachdem ich nun das Ende der Welt gesehen hatte, ging es weiter ins nahe gelegene Badehaus. Das Badehaus im Schlosspark ist wohl das einzige Gebäude das zu tatsächlichen Wohn- und Nutzzwecken gebaut wurde. Zwischen 1768 und 1772 ließ sich der Kurfürst diesen ganz privaten Rückzugsort erbauen. Nicolas de Pigage hat auch dieses Gebäude entworfen. Am barocken Hof gab es für den Kurfürst normalerweise keine Privatsphäre. In der Sommerresidenz Schwetzingen ging es schon ein bisschen lockerer zu....
Nachdem ich am nordwestlichen Rand des Parks das römische Wasserkastell und den Tempel der Botanik besichtigt hatte, gings dann weiter wieder Richtung Westen. Der Park ist so groß und durch seine vielen Wege auch recht unübersichtlich. Ich bin zuerst am Bassin der wasserspeienden Vögel angekommen. Hier spiegelt sich eine Fabel nach dem griechischen Dichter Aesop wieder, die besagt, dass der Uhu der einzige Vogel sei der seine Artgenossen tötet. Man sieht in einem Bassin den Uhu wie er einen...
Nachdem ich mich zuvor ein bisschen am Kreisparterre umgesehen hatte, bin ich nun weiter an der Orangerie vorbei zum nordwestlichen Teil des Parks. Dort befindet sich das Römische Wasserkastell mit römischem Aquädukt. Die Arkadenbögen des Aquädukts führen entlang des Leimbachs und dienen damit als Begrenzung des Gartens. Dieses Gebäude wurde schon von Anfang an von Nicolas de Pigage als Ruine geplant und diente als Mahnmal der Vergänglichkeit. Gebaut wurde es von 1779 bis 1780. Versorgt wurde...
Eine andere Stilrichtung - leuchtende Farben - dieselbe Kunstmalerin - ELLEN FRIDENBERG. Eine weitere graue Ortsnetzstation an der Max-Planck-Strasse in Sontheim ist jetzt nicht mehr nur ein Trafohäuschen, sondern eine Leinwand für Kunst, die die lokale Geschichte Sontheims aufgreift. Die historischen Schwarz-Weiss-Zeichnungen heben sich von einem modernen Hintergrund mit strahlenförmigen gelben und blauen Akzenten ab. So präsentiert Ellen Fridenberg die historischen Gebäude Sontheims in einem...
Nach meinem kurzen Rundumblick auf dem Schwetzinger Schlossplatz ging es dann an die Besichtigung des Schlossparks. Schon im Jahre 1350 wurde eine wehrhafte Wasserburg erwähnt. Nachdem der Besitz 1427 an den Kurfürsten Ludwig III. ging, wurde es mehrfach umgebaut und diente als Jagdschloss. Gegen Ende des Dreißigjährigen Kriegs wurde es zerstört. Danach wurde es unter Kurfürst Karl Ludwig wieder aufgebaut und im Pfälzischen Erbfolgekrieg erneut bis auf die Grundmauern zerstört. Seine heutige...
Schwetzingen hat einiges zu bieten. Mein Ausflug hat eigentlich nur dem Schlosspark gegolten. Aber schon vor dem Schloss, auf dem Schlossplatz, sieht man so Einiges. Nicht nur schöne alte Gebäude, sondern auch moderne Kunst. So gibt es dort einige Skulpturen zu sehen. Eine davon ist das "Glücksschwein von Schwetzingen" von Peter Lenk. Es wurde 2016 anlässlich des 1250. Geburtstag von Schwetzingen aufgestellt. Mit dieser Skulptur setzt die Stadt dem Kurfürsten Carl Theodor (*1724 – †1799; reg....
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