Köpfertal - immer wieder schön...
Die Köpfer Sage - romantische Sage mit schaurigem Ende..
- Foto: Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall
- hochgeladen von Heide Böllinger
Das Köpfertal in Heilbronn ist ein besonderes Stück Natur am Rande der Stadt Heilbronn.
Zwischen Wohngebieten, Straßen und Weinbergen öffnet sich ein grünes Tal, in dem man fast vergisst, dass man sich in einer Großstadt befindet.
Hier findet man Ruhe, frische Luft und viele Tiere und Pflanzen - also wirklich Natur pur.
Das Tal wird von Wiesen, alten Bäumen und einem kleinen Bach geprägt.
Im Frühling blühen hier zahlreiche Wildblumen - besonders der Bärlauch liebt es hier zu wachsen und zu gedeihen.
Im Sommer spenden die Bäume angenehmen Schatten und im Herbst färbt sich das Köpfertal in eine kunterbunte Oase.
Viele Vögel, Insekten und kleine Säugetiere haben hier ihren Lebensraum.
Weil das Köpfertal unter Naturschutz steht, darf die Natur sich hier weitgehend ungestört entwickeln.
Rund um das Köpfertal rankt sich eine alte Sage, die bis heute in der Köpferanlage im Musikpavillon in einem hölzernen Buch zu lesen ist.
Eine romantische Sage die wunderschön die Liebe eines Ehepaares beschreibt, aber leider schaurig zu Ende geht.
Hier eine kurze Zusammenfassung der Sage:
Veit Imlin und seine Frau Hildegund lebten in Heilbronn mit ihrem einjährigen Sohn Hans.
Sie waren eine kleine glückliche Familie – bis zu dem Tage als Veit als Ritter in den Krieg ziehen musste.
Veit wurde Kriegsgefangener und musste als Sklave auf einem Sklavenschiff arbeiten.
Viele Jahre vergingen und man erzählte seiner Frau ihr Mann sei sehr tapfer im Krieg gestorben.
Einige Jahre später heiratete Hildegund den Vogt der Stadt, der wollte aus dem Hans einen guten Ritter machen.
Die Jahre vergingen und Veit nutzte die Gelegenheit zu fliehen und kam nach Heilbronn zurück.
Dort musste er die traurige Geschichte über die Heirat seiner Frau erfahren.
Er zog sich in den Wald zurück, baute sich eine Klause und lebte als Einsiedler fromm und zurück gezogen.
Viele Menschen besuchten den frommen Einsiedler und er spendete Trost und war ein guter Zuhörer.
Auch sein Sohn Hans suchte ihn auf – wusste aber nicht, dass dies sein Vater war.
Er war sehr angetan von diesem Einsiedler und erzählte die Begegnung seiner Mutter – die begleitete ihn am nächsten Tag und erkannte in dem Einsiedler ihren Mann Veit wieder.
Jeden Tag besuchten Hildegund und Hans den Einsiedler und waren glücklich.
Dem Vogt wurde dies zugetragen und er war erzürnt und ließ den Einsiedler in den Turm werfen.
Hans wollte ihn befreien und wurde aber auch festgenommen.
Die beiden, Vater und Sohn wurden zum Tode verurteilt und enthauptet.
Der Vogt war zufrieden und als er zurück ritt zu seinem Haus, sah er es in Flammen stehen.
Hildegund hatte es angezündet und sich in die Flammen gestürzt.
Vor Schreck fiel der Vogt tot von seinem Pferd.
Das Naturschutzgebiet Köpfertal mit der gut erhaltenen Köpferanlage ist ein wertvolles Stück Natur in Heilbronn.
Wer durch das Tal geht, erlebt Natur pur und spürt, wie wichtig solche grünen Oasen für das Leben in der Stadt sind.
Damit auch zukünftige Generationen dieses besondere Gebiet genießen können, muss es weiterhin gut geschützt und verantwortungsvoll genutzt werden.
Privatperson:Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall |
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