Kunstfreiheit im Fokus
Zeichen für die Freiheit: Studierende eröffnen Ausstellung über verfolgte Kunstschaffende.

Foto: Studentin Marie Grimmeisen, Professor Dr. Ulli Rothfuß, Sehbal Senyurt Arinli

Künzelsau, Januar 2026. Im Wintersemester haben sich die Bachelorstudierenden des Schwerpunkts Kulturmanagement des Studienganges Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau, intensiv mit dem Thema Kunstfreiheit befasst. Das Thema rückte durch den Aufenthalt von Professorin Zobaida Nasreen aus Bangladesch in den Fokus. Die Hochschule Heilbronn ist im Rahmen des Shelter-Programms der Martin Roth Initiative für 15 Monate Gastgeberin für die Anthropologin aus Dhaka.

Die Studierenden zeigten im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf, wie wichtig das Eintreten für Kunstfreiheit gerade auch in Deutschland ist und dies nicht nur aufgrund der historischen Verantwortung, die Volker Ahmels, der Direktor des Zentraums für verfemte Musik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, in seinem Vortrag eindrucksvoll hervorhob, sondern auch aufgrund der aktuellen politischen Situation. Über diese sprachen im Rahmen einer Panel-Diskussion Professor Ulrich Rothfuss vom PEN Vorstand und die türkische Autorin, Filmemacherin und Journalistin Sebahl Senyurt Arinli, die in Deutschland im Exil lebt. Alle Vortragenden gemahnten aufmerksam zu sein, nicht jede Information gerade aus den sozialen Medien zu glauben und bei den ersten Anzeichen von Zensur hellhörig zu werden.

Im Anschluss und begleitet von Musik und Lesungen aus den Werken verfolgter Künstler*innen, eröffneten die Studierenden die Ausstellung im Foyer des D-Gebäudes. Auf mehreren großen Tafeln werden Kunstschaffende vorgestellt, die in ihren jeweiligen Heimatländern Verfolgung und Repression ausgesetzt sind. Darüber hinaus informieren weitere Tafeln über die allgemeine Situation zur Kunstfreiheit weltweit. Die Ausstellung ist bis auf weiteres zu den Öffnungszeiten der Reinhold-Würth-Hochschule, Daimlerstraße in Künzelsau im Foyer des D-Gebäudes, für die Öffentlichkeit ausgestellt.

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