# VOR Lausbubengeschichten von Bruno Gässler 24: Konfirmation im März 1944

Mitten im Krieg, mit nicht einmal 14 Jahren, wurde Bruno auf Initiative seines Vaters gemeinsam mit seiner Schwester Hildegard konfirmiert. 

In seinem Buch "Die Flucht von Seehorst und die Reise bis Hollenbach" schreibt Bruno Gässler:

"Wie wir wissen, hat Hitlers Machtgier und Siegestaumel nicht lange gehalten. Der Vormarsch in das Feindesland nahm ein Ende und es begann der Rückzug. In den Rundfunkmeldungen war es kein Rückzug sondern eine Frontbegradigung. Mein Vater als überzeugter Christ und Orgelspieler hat das Kommende geahnt. Als im März 1944 meine Schwester Hildegard in Seehorst (Trląg) konfirmiert wurde, hat er den Pfarrer gebeten, in diesen verworrenen Zeiten auch mir den Segen zu erteilen und so erlebten wir dann gemeinsam die Konfirmation. Kurz darauf wurde Vater zum Wehrdienst einberufen. Die Meldungen wurden immer zweideutiger, die Front kam immer näher und so begann eines Tages die Flucht."
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