Schmetterlinge
Der "Große Fuchs" war bei mir zu Gast
- Großer Fuchs. Er hat sich voll ausgebreitet an der Hauswand ausgeruht.
- Foto: Daniela Somers
- hochgeladen von Daniela Somers
Der "Große Fuchs" (Nymphalis polychloros) hat heute eine Pause an meiner Terrassenwand eingelegt und sich in aller Ruhe fotografieren lassen. Schon vor einigen Tagen habe ich ihn durch den Garten flattern gesehen. Der Tagfalter mit einer Flügelspannweite von 50 bis 55 Millimetern wurde von der Umweltstiftung BUND zum Schmetterling des Jahres 2018 gekürt. Ihr Vorkommen erstreckt sich von Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa, Türkei, im Süden Russlands, im mittleren und südlichen Ural bis nach Kasachstan und ins Himalayagebiet. In Deutschland sind sie vor allem im Südwesten (Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) und im Osten (Sachsen) verbreitet. Der große Fuchs bevorzugt austretende Baumsäfte und saugt nur selten an Blüten. Wobei sie im Frühjahr gerne blühende Weiden anfliegen. Zudem saugen sie gerne an Exkrementen und Aas. In Mitteleuropa fliegen die Falter in einer Generation von Ende Juni bis Mai des Folgejahres. Wogegen sich im Süden zwei Generationen im Jahr bilden. Zum Teil fliegen die Tiere auch als Wanderfalter vom Süden zu uns nach Mitteleuropa. Die Raupen dieses Schmetterlings fressen gerne Blätter der Salweide, Zitterpappel, Birne und Kirsche.
Ich habe im Garten einen Birnbaum. Vielleicht habe ich Glück und dieser schöne Schmetterling legt seine Eier in meinen Baum. Denn mittlerweile wird er in der Roten Liste der gefährdeten Tiere Deutschlands als gefährdet eingestuft.
Aus meinem Archiv habe ich noch ein Bild des "Kleinen Fuchs" (Aglais urticae) eingestellt. Damit man den Unterschied sieht. Die Raupen des Kleinen Fuchs fressen wie viele andere Schmetterlingsraupen am liebsten Brennnesseln. Und deswegen dürfen in meinem Garten auch immer Brennnesseln stehen bleiben.
Privatperson:Daniela Somers aus Untergruppenbach |
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